Betten – was muss ich beachten

Wer sich gut bettet

… der liegt gut. Dies ist nicht nur ein Spruch, denn der Liegekomfort wie auch die Hochwertigkeit des Bettes sorgen dafür, dass der Schlaf ergonomisch, entspannend und erholsam ist. Doch bei der großen Anzahl an Betten ist es oftmals gar nicht so einfach, das passende Bett zu finden.

Als Erstes sollte man sich Gedanken machen, welches Bett es denn sein soll. Welche Einrichtung ist im Schlafzimmer oder sollte das Bett das Schlafzimmer dominieren? Weiterhin sollte man darüber nachdenken, welche Größe das Bett denn haben sollte. Hier unterscheidet man zwischen den Einzel- und Doppelbetten, die ebenfalls in unterschiedlichen Größen zu erhalten sind.

Größen der Einzelbetten:

  • 90 x 200 cm
  • 100 x 200 cm
  • 120 x 200 cm

Größen der Doppelbetten:

  • 140 x 200 cm
  • 160 x 200 cm
  • 180 x 200 cm
  • 200 x 200 cm

Weiterhin gibt es noch Betten in unterschiedlichen Übergrößen, die allerdings meist maßgefertigt sind.

Polsterbett, Landhausbett oder doch Futonbett?

Die wohl günstigste Variante ist das Futonbett. Diese Betten kommen aus dem asiatischen Raum und waren früher ursprünglich eine dicke Matte, die auf dem Fußboden lag. Das Futonbett ist von dieser Art „Bett“ abgeleitet und hat daher einen tiefen Einstieg. Somit es es nicht unbedingt für Menschen geeignet, die Rückenprobleme haben. Ein Futonbett kann zwar Bettfüße vorweisen, diese sind jedoch oftmals sehr niedrig gehalten.

Während es vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sehr beliebt ist, hat es für die älteren Personen einen erheblichen Nachteil. Für ein Futonbett gibt es lediglich eine Matratze, was heißt, dass nicht jeder „seine“ Matratze hat. Dreht sich also der Partner oft im Schlaf, könnte dies für Sie zum Problem werden. Denn Menschen mit leichtem Schlaf werden jede Bewegung des Partners mitbekommen.

Futonbetten gibt es in verschiedenen Ausführungen. Diese können beispielsweise mit Kopf- und Fußteil oder auch nur mit Kopfteil. Weiterhin sind diese Betten einfach und schlicht gehalten und passen nahezu zu jedem Einrichtungsstil. Erhältlich sind Futonbetten mit Holz- oder Metallgestell wie auch als schlichtes Polsterbett. Futonbetten können bereits sehr günstig erworben werden, allerdings sollte auch hier auf eine gute Qualität geachtet werden.

Holzbetten/Landhausbetten – einfach und schön

Holz macht Räume wärmer und wohnlicher. Ebenso ist es mit Betten aus Holz, die fast zu jeder Einrichtung passend erhältlich sind. Diese Betten können als Einzelbetten wie auch Doppel- bzw. Ehebetten erworben werden und die unterschiedlichen Modelle machen sie zu wahren Kombinationswundern. Wer sein Schlafzimmer im romantischen Landhausstil eingerichtet hat, wird eine Vielzahl an romantischen Betten aus Holz finden können. Meist sind Landhausbetten in Naturtönen oder auch in Weiß gehalten, damit der romantische Stil richtig zur Geltung kommt. Der Kopf- wie auch der Fußteil ist mit Malerei oder Schnitzerei verziert und kann sogar einen Baldachin haben.

Schlichte und einfache Holzbetten erhält man ebenfalls in verschiedenen Modellen, die meist keinen Kopf- oder Fußteil besitzen. Diese können aus lackiertem Holz, gebeiztem Holz oder auch aus einer Kombination aus Holz und Metall bestehen und sind schon für wenige Hundert Euro erhältlich. Weiterhin können die Einstiegshöhen bei Betten aus Holz variieren und sind daher auch für ältere Menschen bestens geeignet.

Der Vorteil bei Holz- und Landhausbetten ist, dass Lattenrahmen und Matratzen jederzeit austauschbar sind.

Polsterbetten – die Auswahl ist sehr groß

Polsterbetten kommen nie aus der Mode, jedoch ändert sich die Stilrichtung. Waren vor Jahren noch Polsterbetten mit vielen Applikationen aus Gold und Spiegeln der Renner, werden diese Betten in der heutigen Zeit nach dem Motto „Weniger ist mehr“ gefertigt. Polsterbetten sind, wie der Name schon sagt rundum gepolstert und mit Stoff, Kunstleder oder auch Leder überzogen. Durch die dicke „Ummantelung“ mit Schaumstoff und dem Überzug aus den verschiedensten Materialien wirkt dieses Bett schon sehr gemütlich. Der Kopfteil eines Polsterbettes ist ebenfalls dick ummantelt und hat meist kleine Verzierungen. Bei einigen Modellen sind bereits die Nachtlichter, wie auch ein Radio eingebaut.

Polsterbetten stehen in der Regel direkt auf dem Boden und haben keine Bettfüße. Somit kann sich weniger Staub unter dem Bett sammeln. Weiterhin verfügen sie meist über einen Bettkasten, in dem die Bettwäsche perfekt gelagert werden kann. Allerdings sollte bei einem Polsterbett darauf geachtet werden, dass Matratzen mit sehr guter Atmungsaktivität gewählt werden, da durch den Bettkasten die Luft nicht so gut zirkulieren kann.

Wer ein Designer-Polsterbett wählt, sollte auch daran denken, dass diese meist so gestaltet sind, dass sie den Raum dominieren. Daher ist es bei Designerbetten üblich, dass sie mitten im Raum aufgestellt werden und so zum wahren Hingucker werden.

Matratzen und Lattenroste können bei Polsterbetten problemlos ausgetauscht werden und so kann jeder für sich die passenden Schlafauflagen finden, ohne bei der Gesundheit zu sparen.

Rundbetten – es muss nicht immer eckig sein

In einem großen Schlafzimmer eignen sich besonders Rundbetten, um sie mitten im Raum aufzustellen. Auch wer das Besondere liebt, wird mit einem Rundbett eine gute Alternative haben. Bei Rundbetten handelt es sich eigentlich um Polsterbetten, nur in runder Form. Sie können mit wie auch ohne Kopfteil erworben werden und die unterschiedlichen Modelle können dem Einrichtungsstil sehr gut angepasst werden. Allerdings sollte beachtet werden, dass ein rundes Bett den Raum dominiert und somit sparsam mit den restlichen Möbeln umgegangen werden sollte.

Rundbetten haben meist einen speziellen Lattenrost und eine runde Matratze, hier kann es aber zu eingegrenzten Maßen kommen. Einige dieser runden Betten haben allerdings rechteckige Aussparungen für normale Lattenrahmen wie auch Matratzen, damit diese jederzeit ausgetauscht werden können.

Angeblich sollen sich, laut fernöstlicher Lehren, Menschen die in einem runden Bett schlafen schneller erholen, da die Energien und Kräfte im menschlichen Körper ohne Widerstände fließen können. Personen, die unruhig schlafen, sollten sich daher überlegen dem Rundbett eine Chance zu geben.

Wasserbetten – so schaukelt man sich in den Schlaf

Bei Wasserbetten gibt es nur zwei Möglichkeiten, entweder man liebt oder man hasst sie. Denn ein Mittelding gibt es leider nicht. Denn bei einem Wasserbett sollte man sich darüber im Klaren sein, dass es doch ein wenig schaukeln kann und damit kann nicht jeder umgehen. Allerdings kommt es hier natürlich auf die Füllmenge an, wie die Wasserbettmatratze schaukelt. Weiterhin ist die Anschaffung eines Wasserbettes nicht gerade günstig und auch die Folgekosten, wie auch die Pflege sollten nicht außer Acht gelassen werden.

Wie der Name ja schon sagt, schlafen Sie bei einem Wasserbett auf Wasser. Dies hat den Vorteil, dass das Wasser in der Matratze dafür sorgt, dass weniger Druck auf den Körper ausgeübt wird. Daher ist ein Wasserbett besonders für Menschen mit Rückenproblemen ideal. Doch auch übergewichtige Personen haben Vorteile bei einem Wasserbett, da der Körper entlastet von dem Gewicht entlastet wird. Dabei unterscheidet man zwischen Softside-Wasserbetten und einer Wassermatratze, die schon im Bett integriert ist. Softside-Wasserbetten haben einen Schaumstoffrahmen, der sehr stabil ist und auch gleichzeitig die Wärme isoliert. Somit können diese Matratzen in jedes Bettgestell, natürlich mit den passenden Maßen, eingebaut werden. Dieses Modell ist daher auch das beliebteste.

Allerdings sollte man auch auf einige Dinge achten. Beispielsweise wäre dies, dass das Wasserbett auf jeden Fall zwei Wasserkammern haben sollte. Dies hat den Vorteil, dass sie nicht jede Bewegung, die Ihr Partner macht, mitbekommen. Selbstverständlich kommt es auch immer darauf an, wie viel Wasser in die Matratze gefüllt wurde, also wie hart oder weich sie ist.

Auch bei der Befüllung kommt es auf die unterschiedlichen Materialien an. Möchten man eine harte Liegefläche, sollte noch eine spezielle Gelmischung hinzugefügt werden. Diese macht, wenn sie mit zusammen mit Wasser in die Matratze befüllt wird, die Liegefläche härter. Doch auch die Pflege muss stimmen, um den hygienischen Aspekt beizubehalten. Eine regelmäßige Reinigung und Spezial-Reinigungsmittel ist unumgänglich. Um es vor mikrobiellem Befall zu schützen, sollte dem Wasser eine Spezial-Lösung zugefügt werden. Diese hilft auch, dass im Innern der Matratze keine Gärgase entstehen.

Weiterhin sollten die höheren Stromkosten nicht unterschätzt werden, da diese, vor allem im Winter ganz schön zu Buche schlagen können. Ein Wasserbett muss zwar nicht beheizt werden, jedoch ist es eine sehr kühle Angelegenheit, wenn im Winter die Außentemperaturen sehr niedrig sind. Weiterhin ist ein Wasserbett sehr schwer und kann schlecht bewegt werden. Aus diesem Grund sollten Sie vor allem bei einem Altbau einen Statiker zurate ziehen und prüfen, ob es möglich ist, ein Wasserbett aufzustellen.

Boxspringbetten – auch Hotelbett genannt

Der neue Trend, der aus den USA zu uns nach Deutschland geschwappt ist, sind Boxspringbetten. Diese Betten waren vor allem am Anfang des 20. Jahrhunderts auf Kreuzfahrtschiffen wie auch in Hotels vorzufinden. Der Grund war einfach, denn Boxspringbetten haben keine Lattenrahmen im ursprünglichen Sinn, sondern bestehen aus einer Ober- und Untermatratze. Dies hat den Vorteil, dass sie sehr komfortabel und luxuriös sind. Aber auch für den Rücken sind sie absolut empfehlenswert.

Ein Boxspringbett besteht aus einem Bettgestellrahmen, der die beiden Matratzen zusammenhält. Meist haben diese Betten sehr hohe Bettfüße, damit die Matratzen trotz des fehlenden Lattenrahmens gut belüftet werden können. Da durch die Bettfüße das Boxspringbett einen sehr hohen Einstieg hat, ist es vor allem bei älteren Menschen sehr beliebt. Weiterhin ist die Gestaltungsmöglichkeit für ein solches Bett besonders vielfältig, da die Ober- wie auch die Untermatratze in den passenden Härtegraden gewählt werden kann. Somit sind sie perfekt auf den Schlafenden zugeschnitten und können für einen gesunden, ergonomischen und entspannten Schlaf sorgen.

Doch gerade bei Boxspringbetten sollte man auf eine sehr gute Qualität achten. Denn immer mehr Händler springen auf diesen Zug auf und bieten herkömmliche Polsterbetten als Boxspringbetten an. In de Regel haben Boxspringbetten keinen Bettkasten, durch einen schnellen Umbau werden so Polsterbetten einfach der Bettkasten entnommen und als Boxspringbett verkauft. Achten Sie also hier besonders auf die Ausführungen.

Rattanbetten – exotisch und romantisch

Wer außergewöhnliche Möbel liebt, wird mit einem Rattanbett die richtige Wahl treffen. Denn dieses Bett, das durch die Außenhaut der Rattanpalmentriebe gefertigt wird, zaubert eine exotische Atmosphäre in Ihr Schlafzimmer. Durch die Erhitzung mit Wasserdampf können die Streben in jede Form gebracht werden und somit entstehen die unterschiedlichsten Muster und Geflechte. Je nachdem, wie die Rattanstreben behandelt werden, können die Farben von hell- bis dunkelbraun variieren. Allerdings gibt es bei dem Rattanbett einen großen Nachteil, Sonne und Wasser sind für diese Betten nicht gut. Vor allem unlackierter Rattan ist sehr empfindlich und kann sich schnell verfärben.

Rattanbetten sind auch in verschiedenen Kombinationen mit Leder oder auch Metall erhältlich und können so für jeden Einrichtungsstil angepasst werden.

Schlafcouch

Eine Schlafcouch ist vor allem in Gästezimmern und kleinen Räumen eine gute Alternative. So kann ein Gästezimmer auch als Büro genutzt werden, ohne dass der nötige Platz fehlt. Eine Schlafcouch ist bereits für unter 100 Euro erhältlich und kann in der Regel einen Bettkasten vorweisen. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Größen, Formen und Farben und daher sind sie für jeden Einrichtungsstil passend. Tagsüber kann eine Schlafcouch sehr gut als Sitzgelegenheit genutzt werden und einfach, wenn Besuch ansteht, als Bett umfunktioniert werden. Eine Schlafcouch hat viele Vorteile, jedoch ist sie nicht unbedingt als „Hauptbett“ empfehlenswert. Haben Sie keine andere Möglichkeit, sollten Sie auf jeden Fall auf eine besonders hochwertige Qualität achten, damit Ihr Rücken, auf Dauer keinen Schaden nimmt.

Kinderbetten

kinderbettKinderbetten gibt es in den vielfältigsten Modellen und Variationen. Von Prinzessinnenbetten über Betten von Rennfahrern oder Fußballspielern sind ebenso Hochbetten wie auch Etagenbetten erhältlich. Diese sind nicht nur Hingucker auch bieten sie einen hohen Spiel- und Wohlfühlfaktor bei den Kleinen. Selbstverständlich sind diese Betten erst für Kinder ab 3 geeignet, da sie keine Gitterstäbe mehr haben, um die Sicherheit zu gewährleisten. Vor allem Etagen- oder Hochbetten sollten erst ab dem Schulalter zum Einsatz kommen, da die Verletzungsgefahr noch zu groß ist.

Doch auch hier ist auf einiges zu achten, denn Kinderbette sollen nicht nur schön aussehen, sie sollen auch stabil sein. Daher ist es besonders wichtig, dass die Kids auch mal auf dem Bett springen und toben können, ohne dass es gleich unter ihnen zusammenbricht. Achten Sie daher unbedingt auf die Stabilität und gute Verarbeitung. Einige Hersteller bieten statt einem Lattenrahmen auch stabile MDF-Platten an. Jedoch ist hier zu beachten, dass nur Federkernmatratzen zum Einsatz kommen können, da diese trotz des fehlenden Lattenrahmens eine gute Luftzirkulation haben.

Daher sollte, gerade bei einem Kinderbett, nicht an Kosten gespart werden, um auch die Sicherheit zu gewährleisten.

Gitterbetten sind für die Kleinsten ab einem Alter ab 6 Monate bis teilweise 4 Jahren. Dabei ist allerdings jedes Kind unterschiedlich und manche fühlen sich bereits mit 2 Jahren in einem großen Bett wohl, während andere Kinder erst mit 4 Jahre „umziehen“ möchten.

 

 

 




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